Ein Kromfohrländer soll es sein?

 
Der Weg zum Kromfohrländer verlangt einem Interessenten ein wenig Geduld und Ausdauer ab.
Der Kromfohrländer, von Insidern liebevoll Kromi genannt, ist kein Hund von der Stange. Man findet ihn nicht bei Welpen.de oder im Tierheim. Die Zucht des Kromfohrländers ist eine reine Liebhaberzucht und es gibt ca. 200 Welpen pro Jahr. Dabei derzeit noch mehr Rauhaar als Glatthaar Hunde. 
Ein Züchter im Rassezuchtverein (RZV) hat auf dem Weg zu gesunden Welpen viel Vorarbeit zu leisten. Eine Reihe gesundheitlicher Untersuchungen beim Tierarzt stehen an, Zahnstatus, Laborwerte, Körperbau, sowie eine allgemeine Untersuchung. Erst durch eine sogenannte Körung kann ein Kromfohrländer der FCI Papiere besitzt zuchttauglich gesprochen werden. Dafür muss ein Mindestalter von 18 Monaten erreicht sein. Bei der Körung wird durch einen VDH Richter und die Körkommission der Körperbau und das Wesen des Tieres beurteilt. Alles nach strengen Richtlinien des VDH.  Der zukünftige Zuchthund muss entspannt auf dem Richtertisch stehen, sich wiegen, messen und anfassen lassen.  Auch das Gangbild wird beurteilt. Bei einem anschließenden Wesenstest werden  Alltagssituationen nachgestellt, wie z.B. Begegnungen mit Einzelpersonen, Gruppen, Verhalten bei Gedränge, Lärm und Begegnungen mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen.
Hat man das alles gut überstanden und die Hündin ist erfolgreich angekört, muss noch die Zuchtstättenabnahme folgen. Der Zuchtwart wird vor Ort die Räumlichkeiten prüfen, ob die häuslichen Begebenheiten eine gesunde Hundeaufzucht garantieren und ob der angehende Züchter auch dazu in der Lage ist. Die Welpen brauchen Platz, frische Luft und genügend Auslauf. Ist dies geschafft, wird der Zwingername beantragt. Naja und dann kommt das Ringen um den passenden Rüden. Dieser muss nicht nur gefunden werden, sondern auch genehmigt. Das Elternpaar in Spe darf über drei Generationen mütterlich- wie väterlicherseits nicht verwandt sein. Eventuelle Auflagen durch die Körung müssen berücksichtigt werden. Hat man bis dahin noch nicht wirklich gewusst, was der Verein für einen tuen kann, dann erfährt man es spätestens jetzt. Es geht um die Gesundheit der Tiere und dafür ist die Datenbank des RZV unersätzlich. Die gesammelten Daten sind der wahre Schatz des Vereins. So können vor der Verpaarung Inzuchtkoeffizienten berechnet und eine Nachkommenanalyse erstellt werden.
 
Soviel zu den Aufgaben des Züchters, aber wie kommen sie nun zu ihrem Traumhund? Lassen sie sich die Züchterliste vom RZV schicken oder schauen sie direkt unter: http://www.kromfohrlaender.de/welpen/zuchterliste-kromfohrlanderwelpen
Hier sind alle Züchter verzeichnet, die in der nächsten Zeit einen Wurf planen.
 
Es ist zu empfehlen, Kontakt zu mehreren Züchtern aufzunehmen, um die Chancen auf einen Vierbeiner zu erhöhen. Nicht erschrecken, der Züchter wird sie etwas genauer durchleuchten. Er hat viele Interessenten für seinen geplanten Wurf und möchte für seine Welpen natürlich die richtigen Familien wählen.
 
Kromfohrländer Spaziergänge bieten eine gute Gelegenheit die Züchter und auch die Hunde kennen zu lernen. Man kann Kromis live erleben, nette Gespräche führen und viele Informationen sammeln. Und ein netter Nachmittag wird es bestimmt. Die Wanderungen gibt es über ganz Deutschland verteilt. Info's hierzu auch auf der Homepage des RZV.
 
So nun wünschen wir viel Glück :)
 bin ich nicht süß!